Der vae ist Träger von Einrichtungen der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der Drogenhilfe und versteht sich als Selbsthilfeorganisation der Bürgerschaft der Stadt Frankfurt am Main.
Aufgaben und Zielstellung sind nur im Lichte der Tradition Frankfurts als frühere freie Reichsstadt verständlich: Frankfurt am Main ist im Mittelalter niemals von einer weltanschaulich dominierten Obrigkeit abhängig gewesen. Die Stände und Zünfte bzw. die spätere Bürgerschaft schufen selbst wohltätige bzw. mildtätige Einrichtungen, die wichtige Aufgaben in sozialen Arbeitsfeldern wahrnahmen und immer noch wahrnehmen. Beispielhaft zu nennen sind heute noch bestehende Stiftungen (z. B. Hospital zum heiligen Geist, Stiftung Waisenhaus, St. Katharinen- und Weißfrauenstift, Versorgungshaus und Wiesenhüttenstift). Später sind Organisationen wie der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V., der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V. und der vaehinzugekommen.
Den genannten Organisationen ist gemeinsam, daß sie sich keiner bestimmten Weltanschauung verpflichtet sehen. In ihren Organen haben Vertreter des Magistrats, der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung und hinzugewählte sozial erfahrene Bürger Sitz und Stimme. Die Aufgabe der Stiftungen und Vereine ist es, soziale Notlagen (insbesondere in Frankfurt am Main) zu mildern bzw. zu beseitigen.
Der vaeist, wie auch die anderen von der Bürgerschaft gegründeten Organisationen, Teil der freien Wohlfahrtspflege, im Paritätischen Wohlfahrtsverband eingebunden, Mitglied im Fachverband Drogen und Rauschmittel sowie eine durch Weiterbildung Hessen geprüfte Weiterbildungseinrichtung.