Interdisziplinäre Förderung in Schulen

Kontakt

Mainzer Landstraße 291
60326 Frankfurt am Main
(069) 870 049 623
(069) 870 049 699

Leitung: Jagoda Syed

Familien mit Kindern die einen besonderen Förderbedarf haben, haben meist die große Herausforderung Schule, Arbeit, und Therapien im Alltag unterzubringen. Wir von der interdisziplinären Förderung in Schulen bieten für Familien die in Frankfurt wohnen, Therapeutische Behandlungen in der Schule an. Diese finden in Absprache während oder parallel zum Unterricht statt.

Welche Therapien werden angeboten?

Wir bieten teilhabeorientierte Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie an. Teil der Therapie ist die interdisziplinäre Diagnostik, sowie die Entwicklungsberatung und –Förderung im Schulumfeld. Dafür nehmen wir an Entwicklungskonferenzen in den Schulen und an runden Tischen mit Eltern, ÄrztInnen, TherapeutInnen, Pflegepersonal und pädagogischen Fachkräften teil, um eine optimale Zusammenarbeit im Sinne der Teilhabe Ihres Kindes zu gewährleisten. Zudem Unterstützen wir Sie bei der Versorgung und Anwendung von Hilfsmitteln.

Wie funktioniert Therapie in der Schule?

Um die Therapie in den Schulalltag zu integrieren, wird am Anfang des Schuljahres ein Therapieplan in Abstimmung mit dem Stundenplan ausgearbeitet. Die SchülerInnen werden je nach individuellem Unterstützungsbedarf entweder im Unterrichtsgeschehen begleitet, oder parallel zum Unterricht in gut ausgestatteten Therapieräumen behandelt; sowohl die Räumlichkeiten als auch erforderliche Hilfsmittel sind in der Schule vorhanden, sodass ihre Teilhabe bestmöglich ermöglicht werden kann.

Welche Ziele erarbeitet werden, wird zusammen mit den SchülerInnen und in Absprache mit den Eltern, LehrerInnen und anderen beteiligten Professionen ausgearbeitet. Hierfür wird durch die Therapeuten ein Förder- und Behandlungsplan erstellt, der die langfristigen Ziele umfasst. Im Laufe des Schuljahres wird mit Hilfe der ICF evaluiert, ob das Ziel erreicht wurde / werden kann und gegebenenfalls angepasst.

Wie kann ich den Bedarf meines Kindes anmelden?

Hat Ihr Kind einen sonderpädagogischen Förderbedarf (körperlich motorische Entwicklung, Geistige Entwicklung, Emotional-Soziale Entwicklung, Lernen, Sehen, Hören, Sprache) können Sie über die KlassenlehrerInnen oder die FörderlehrerInnen den Bedarf für Therapie anmelden.

Mit Vorlage eines gültigen Rezepts vom Kinderarzt oder SPZ kann dann die Therapie in der Schule stattfinden.

Was bedeutet Interdisziplinarität und ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit)?

Wir beim vae e.V. legen großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das bedeutet, wir arbeiten eng mit allen anderen Berufsgruppen zusammen, die in den Schulen mit den SchülerInnen Kontakt haben und natürlich auch mit Ihnen liebe Eltern.

Im schulischen Alltag sind klare Absprachen und ein konstruktives Miteinander entscheidend, um für die Schülerinnen ein stressfreies und förderliches Lernumfeld zu schaffen. In diesem Rahmen werden auch die sogenannten Förderziele entwickelt. Dafür setzt sich unser interdisziplinäres Team zusammen und erarbeitet individuelle Ziele, die sich auf den Schulalltag beziehen und den Kindern einen erleichterten und erfolgreichen Schulbesuch ermöglichen solle. Die SchülerInnen werden dabei aktiv in die Zielerarbeitung einbezogen, sodass ihre eigenen Bedürfnisse und Perspektiven berücksichtigt werden.

Das zentrale Anliegen unserer TherapeutInnen ist es, Alltagskompetenzen aufzubauen und zu stärken, ein Prozess, der am besten gelingt, wenn er von Motivation, Freude und positiven Lernerfahrungen begleitet wird.
Um den fachlichen Austausch innerhalb des interdisziplinären Teams zu erleichtern und eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, nutzen wir die ICF als gemeinsame Sprache.

Die ICF ist ein Klassifikationssystem, das dazu dient, die gesundheitliche Lebenssituation eines Kindes umfassend und verständlich zu beschreiben. Dabei steht nicht die Klassifikation der Person im Vordergrund, sondern die Darstellung der individuellen Lebensumstände.

Die ICF gliedert sich in die Bereiche Körperstrukturen und -funktionen, Aktivitäten und Teilhabe sowie Umwelt- und personenbezogene Faktoren. Durch diese Struktur ermöglicht sie eine ganzheitliche Betrachtung des Kindes und seiner Situation.

Ein wesentliches Merkmal der ICF ist der bewusste Verzicht auf komplexe Fachterminologie. Ziel ist es, die Inhalte für die Schüler*innen und ihre Familien transparent und nachvollziehbar darzustellen – insbesondere in Bezug auf die Gründe für therapeutische Maßnahmen und die damit verbundenen Zielsetzungen.

An welchen Schulen sind wir vertreten?

Förderschulen

  • Viktor- Frankl- Schule
    • Förderschule mit dem Förderschwerpunkt kmE und GE
    • Angebot: Physiotherapie
  • Charles Hallgarten Schule (Förderschwerpunkt Lernen, GE)
    • Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und GE
    • Angebot: Ergotherapie, Logopädie

Grundschulen

  • Astrid- Lindgren- Schule
    • Angebot: Logopädie
  • Margarete- Steiff- Schule
    • Private Grund und Förderschule
    • Angebot: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie
  • Römerstadtschule
    • Inklusive Grundschule
    • Angebot: Ergotherapie, Logopädie

Integrierte Gesamtschulen

  • IGS Nordend
    • Angebot: Physiotherapie, Ergotherapie
  • Ernst- Reuter- Schule II
    • Angebot: Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie

Unser Ziel ist es Ihr Kind so zu fördern, dass die Teilhabe im Schulleben und im Alltag verbessert wird, individuelle Fähigkeiten gefördert werden und größtmögliche Selbstständigkeit erarbeitet und erfahren wird.

Für Therapeuten interessant

Sie sind Therapeutin, arbeiten gern mit Kindern und möchten die Teilhabe unserer Schülerinnen aktiv fördern? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen. In der Abteilung für interdisziplinäre Förderung in Schulen arbeiten wir eng mit Lehrkräften, Familien und weiteren Fachkräften zusammen, um SchülerInnen individuell und bestmöglich zu unterstützen. Unsere therapeutische Tätigkeit orientiert sich an den Schulzeiten: In der Regel sind wir vormittags von etwa 8:00 bis 13:30/14:00 Uhr an den Schulen präsent. Während dieser Zeit begleiten wir täglich fünf bis sechs SchülerInnen therapeutisch – je nach Bedarf entweder innerhalb des Unterrichtsgeschehens oder in gut ausgestatteten Therapieräumen. Für eine Behandlungseinheit stehen in der Regel bis zu 45 Minuten zur Verfügung.

Am Nachmittag widmen wir uns der Erstellung von Förder- und Behandlungsplänen, der Dokumentation sowie der Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen und schulischen Konferenzen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit besitzt für uns einen hohen Stellenwert. Da viele SchülerInnen von mehreren TherapeutInnen betreut werden, ist ein regelmäßiger fachlicher Austausch ausdrücklich erwünscht.

Wenn Sie Freude daran haben, etwas zu bewegen und die Entwicklung sowie Teilhabe unserer SchülerInnen aktiv mitzugestalten, freuen wir uns sehr über Ihr Interesse und Ihre Kontaktaufnahme unter foerderunginschulen(at)vae-ev.de.

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